Bildungsansätze 367 Synthese der statistisch faßbaren demographischen Unterschiede Afrikas und des Fernen Ostens und ihrer Auswirkungen Tabelle 114: Demographie und Entwicklung: Afrika & Ferner Osten Afrika Ferner Osten Aufbau von Binnen- märkten Erschwert durch Geringe Landesbevölkerungen (Median= 6 Mio) Identitätskonflikte (Konsum- muster) <- Oralliteratur <- ge- ringe Bevölkerungsdichte Importierte Konsummuster <- großer Prozentsatz von im Ausland Studierenden <- ge- ringe Landesbevölkerungen Infrastrukturen teuer/Kopf durch abnehmende Dichte bei steigender Einwohnerzahl Erleichtert durch: Große Landesbevölkerungen (Median = 44,1 Mio) Starke traditionelle Konsum- muster durch Schriftdomi- nanz, lange Reichstraditionen und geringem Prozentsatz von im Ausland Studierenden Infrastrukturen billiger/Kopf durch steigende Dichte bei wachsender Einwohnerzahl Politische Willensbil- dung („der Sprung vorwärts“) Erschwert durch: Extreme ethnische Vielfalt (Anteil größten Volkes durch- schnittlich 45%) Geringe Identifikation mit Staatswesen durch Mangel vorkolonialer Reiche <- gerin- ge Bevölkerungsdichte Kommunikationsmängel durch extremen Sprachenreichtum (daher Kolonialsprachen als Nationalspr.) Erleichtert durch Bereits weitgehend erfolgte Völkerverschmelzung durch lange Reichstradition (Anteil des größten Volks durchschn. 80%) Große Identifikation durch weitverbreitete vorkoloniale Vorgängerstaaten Große lokale Sprache als Na- tionalsprachen Outputmaximierung der Individuen = Ent- fatalisierung Gering durch starken Einfluß von Brachfeldbau (eher Input- minimierung) Erheblich durch durchgehen- den Intensivfeldbau Entwicklung von Händlerwesen und Erkennen von Markt- lücken Gering durch zersiedelte und autarke Lebensformen -> Do- minanz zugewanderter Händler Groß durch größere Bevölke- rungsdichten und –größen mit Spezialisierungen Entwicklung von Handels- mentalitäten (z.B. Chinesen) Ressourcenschutz und Hegegedanke; sorg- samer Umgang mit Ressourcen Gering durch geringe Bevölke- rungsdichten: Natur erholte sich meist von selbst; Mög- lichkeit zur Flucht (Kompensa- tion durch weniger aufwendige Erhaltungsformen) Gering durch kommunalen Ei- Größer durch zahlreiche, von Menschen bereits verursachte Katastrophen; mühsame In- novationen waren wegen Be- völkerungsdichte zum Über- leben notwendig, da „Flucht“ nicht mehr möglich