Die Kunst der doppelten Standards A ist in Region B zugewandert. Viele Einheimische lieben A nicht, sie erschweren seine Einreise und seinen legalen Broterwerb im Lande. Viele Einheimische finden, daß A die lokalen Normen zuwenig respektiert. Mein Kollege G sagt, es sei ein Skandal, welche Fremdenfeindlichkeit hier vorkomme. Fremdenfeindlichkeit, sagt er, sei nie ein Problem der Zuwanderer, sondern der Inländer. Die hinterwäldlerischen Inländer sollten gefälligst weltoffener werden und Zuwanderern nicht ihren Lebensstil aufdrängen. In einer pluralistischen Welt sei das erforderlich, ihre Kultur würde durch den Kontakt mit der Kultur von A nur profitieren und sich weiterentwickeln. G meint auch, daß A unbedingt eine Arbeitsgenehmigung erhalten solle. Niemand migriere ohne Zwang. G findet super, wie weltstädtisch seine Wohnstadt durch verschiedene Bauwerke im Stil der Herkunftsregion von A wird. G verabscheut Sprüche einer politischen Initiative, die lautet: B den B-ern. Er hält es für rassistisch, daß aufgrund der lokalen Arbeitslosigkeit der B-s der Zugang von Zuwanderern zum Arbeitsmarkt erschwert wird. B ist in Region A zugewandert. Viele Einheimische lieben B nicht, sie finden, daß er die lokalen Normen zuwenig respektiert. In seinem Paß steht, daß er in Region A nicht Arbeit suchen darf. Mein Kollege G sagt, es sei ein Skandal, wie wenig B die lokalen Normen respektiere. Er verhalte sich so, wie er es von zuhause gewohnt sei und zeige keinerlei Bereitschaft, sich anzupassen. Dadurch zerstöre er die Kultur der Region A, die unbedingt zu erhalten sei. Er verstehe voll, warum B in Region A so unbeliebt sei. Man müsse Region A vor ihm schützen. Mein Kollege G bedauert, daß sich schon so viele Einflüsse des Baustils der Kultur von B in Region A wiederfinden. G unterstützt voll die Idee einer lokalen politischen Initiative, die lautet: A den A-ern. Er findet, daß aufgrund der lokalen Arbeitslosigkeit Arbeitsplätze bevorzugt an A-s vergeben werden sollten. A ist ein Zuwanderer aus Afrika, B ist ein Reisender oder Zuwanderer aus Europa, Region A ist Afrika, Region B ist Europa, G ist ein politisch sehr engagierter Freund. Diese Form der Persönlichkeitsspaltung ist weder an den Universitäten, noch in anderen sympathisierenden Bereichen selten.