Na ja! Mist! 107 Na ja! Mist! ....... Tarek Eltayeb, Wien Frühjahr 2000, © Tarek Eltayeb Mehrere Szenen aus dem Stück ”Na ja! Mist!....”, in dem der afrikanische Zu- wanderer T. die Rolle des Zeitungsverkäufers, des Tellerwäschers, des Sozial- arbeiters, des Konzertbesuchers, des Arbeitslosen etc. einnimmt. Szene 1 T., der Zeitungsverkäufer (ZV) Dezember, starker Schneefall, frostige Kälte, düster. Der Zeitungsverkäufer steht an einer wenig befahrenen Straßenkreuzung am Ende des 22. Bezirks. Keiner der Autofahrer bleibt stehen, um eine Zeitung zu kaufen, mancher hupt beim Vorbeifahren, da der ZV immer wieder zwischen den Autos hin- und her- läuft. Die vorüberkommenden Passanten hasten am ZV vorbei, um der Kälte möglichst rasch zu entkommen. Der ZV trägt eine grellgelbe Jacke mit der roten Aufschrift ”Neue Kronenzeitung” und eine Mütze in der gleichen Farbe. Die Jacke scheint aus allen Nähten zu platzen, und ihre Ausbuchtungen lassen ver- muten, daß der ZV mehrere Jacken oder Pullover darunter trägt. Sein Gesicht ist mit einem dicken Schal bis knapp unter die Augen vermummt. Außer dem Mo- torengeräusch der vorüberfahrenden Autos ist nur die heisere Stimme des ZV zu hören, der trotz seiner Heiserkeit laut die Zeitung ausruft. Ein Mann taucht auf und bleibt vor dem ZV stehen. Er reibt seine Hände und holt aus seiner Mantel- tasche eine Geldbörse hervor. Der ZV: ruft mit starkem Akzent: Koronenseitun! Koronenseitun! Der Bürger: A Krone. In seiner Hand hält er eine Fünfschillingmünze Woher kummst denn? Der ZV: Vier Schillin funfsig, bitte! Der Bürger: verwundert Wia haßt denn? Der ZV: Eine Stuck vier Schillin funfsig, bitte. Der Bürger: dreht sich wütend um und murmelt beim Weggehen: Scheiße! Szene 2: T., der Tellerwäscher (TW) In der Küche eines Gasthauses namens ”Zum lustigen Gummiknödel” steht T.,